Das vergangene Jahr hat die #Entwicklungszusammenarbeit (eigentlich besser: #InternationaleZusammenarbeit) durchgeschüttelt. Der gesamte Sektor steht unter massivem Druck: öffentliche Finanzierungen gehen zurück, eine weitere große Regierungsorganisation – USAID – wurde geschlossen.

Erforderliche Veränderungen und eine kritische Diskussionen zu zeitgemäßer und wirkungsvoller Internationaler Zusammenarbeit wurde besonders in staatlich finanzierten Teilen der Branche weitgehend ignoriert. Über die Jahrzehnte hat dieser Teil der Branche sowohl den ernsthaften Bezug zu den Menschen verloren, denen er dienen möchte, als auch zu den Steuerzahlern, die ihn finanziert. Das macht ihn zu einem leichten Ziel für Populisten.

Die neue deutsche Regierung hatte Anfang dieses Jahres beschlossen, ein eigenständiges Ministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung #BMZ beizubehalten. Dass das BMZ überhaupt noch existiert, ist seit Jahren keine Selbstverständlichkeit mehr. Deutschland gehört zu den letzten Ländern, die ein eigenes Ministerium für internationale Zusammenarbeit haben – und die Unterstützung dafür wird immer brüchiger. Gleichzeitig sind die verfügbaren Mittel stark zurückgegangen. Der Markt für Entwicklungsdienstleistungen schrumpft, und das bedeutet auch: Arbeitsplätze fallen weg.

Es geht also um viel - die Ansätze der vergangenen Jahrzehnte müssten grundlegend überdacht werden. Wir haben zwar noch nicht den politischen Masterplan vom BMZ gesehen, erste Änderung sind allerdings erkennbar. Ob das die letzte deutsche Regierung mit einem solchen Ministerium sein wird, hängt auch davon ab, wie konsequent und wirksam diese Maßnahmen sind.

In den kommenden Wochen werde ich meine Posts zu dem Thema von Mitte des letzten Jahres überarbeiten und erweitern und meine Gedanken zur die dringende Notwendigkeit von Reformen teilen – sowohl auf Deutsch als auch mit englischen Zusammenfassungen.

#FutureOfCooperation

Wolken bilden die Buchstaben BMZ, durch die Licht gegen den dunklen Himmel scheint.